Energiebericht bestätigt, dass virtuelle Veranstaltungen die CO2-Emissionen um mehr als 99 % reduzieren

Zu dieser Schlussfolgerung kommt die unlängst erschienene Studie „Making industrial exhibitions green“ (Industriemessen umweltverträglich machen), die anhand von Lebenszyklusanalysen gemäß ISO 20121:2012 eine virtuelle V-Ex-Messe mit mehreren realen Messeveranstaltungen verglich.

Dass Online-Veranstaltungen eine Vielzahl praktischer und ökologischer Vorteile haben, liegt auf der Hand, aber eine belastbare Vergleichsstudie mit Großveranstaltungen lag bis dato nicht vor. Abgesehen vom Komfort der jederzeitigen Verfügbarkeit entfällt bei virtuellen Konferenzen und Messen die An- und Abreise. Der Aufwand beschränkt sich auf das Platznehmen am PC oder den Griff nach dem Tablet oder Handy.

Während Webinare bereits seit einigen Jahren funktionieren, gibt es derzeit nur eine einzige professionelle Option für digitale Großveranstaltungen in einer virtuellen Messehalle. Für die Untersuchung wurde daher die von V-Ex Virtual Exhibition gehostete Industriemesse IndustryExpo.online herangezogen.

Die Größenordnung der Industrieveranstaltungen … und ihre Ökobilanz

Der Studie zufolge wurden im Jahr 2019 – allein in Kontinentaleuropa – mehr als 2.670 Messen mit über 735.500 Ausstellern und 75,4 Millionen Besuchern veranstaltet. Wenn man bedenkt, dass die CO2-​Äquivalente (CO2e) für eine einzige mittelgroße, drei Tage dauernde Messe fast 6.000 t betragen, summiert sich der weltweite Fußabdruck auf etliche Millionen t im Jahr.

CO2-Einsparung

Die nüchternen Zahlen sind ein starkes Argument für Online-Events: Virtuelle Messen verursachen weniger als 1 % der CO2-Emissionen (CO2e) einer entsprechenden realen Veranstaltung.

Der Fußabdruck der Besucher: Übersetzung eines Auszugs aus „Making industrial exhibitions green“

Eine dreitägige Konferenz mit 800 Teilnehmern hat einen CO2-Fußabdruck von 455 t CO2-​Äquivalente (CO2e), was einem Durchschnitt von 0,57 t CO2e pro Teilnehmer entspricht. Den größten Anteil an diesen Emissionen hat die Reisetätigkeit, auf die insgesamt 378 t CO2e bzw. 0,47 t CO2e pro Teilnehmer entfallen. Hierauf folgen Hotelübernachtungen (insgesamt 39 t CO2e) und Verpflegung (20 t CO2e, 0,25 t CO2e pro Person).

Der Fußabdruck der Messeveranstaltung: Übersetzung eines Auszugs aus „Making industrial exhibitions green“

Eine dreitägige Messe mit 120 Ausstellern auf 11.600 m2 belegter Ausstellungsfläche kann 75,5 t CO2e generieren, wovon 50,6 % auf Heizung und Beleuchtung des Veranstaltungsortes entfallen, insgesamt somit 38,2 t CO2e. Der zweitgrößte Verursacher von Umweltauswirkungen beim Messebau ist die Anbringung von Scheinwerfertraversen und Bodenbelägen (über 20 % der Gesamtemissionen). Hierauf folgt die Installation von elektronischen Geräten, auf deren Konto gut 15 % der gesamten CO2e gehen. 

Über die ISO 20121:2012

Die ISO-Norm 20212:2012 (Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement) wurde herangezogen, um die Auswirkungen der untersuchten realen Messen zu bewerten. Auf der offiziellen Website der Internationalen Organisation für Normung (ISO) heißt es (in deutscher Übersetzung): „Veranstaltungen fordern einen hohen Tribut von Ressourcen, Gesellschaft und Umwelt und generieren oft erhebliche Mengen an Abfällen.“ Um zu gewährleisten, dass Untersuchungen nach den Methoden der Norm eine verlässliche Vergleichsgrundlage liefern, wurde die Norm unter Mitwirkung vieler verschiedener Interessengruppen, einschließlich Vertretern der Veranstaltungsbranche, entwickelt. Sie erfasst sämtliche Abschnitte der Veranstaltungslieferkette und enthält Richtlinien zur Überwachung und Messung.

Was lässt sich ändern?

Mit einer virtuellen Messeplattformen wie V-Ex, auf der bereits professionelle Ausstellungen im Originalformat gehostet werden, steht traditionellen Messeveranstaltern ein Medium zur Verfügung, in dem sie unter Verwendung realitätsgetreuer Beleuchtung, Materialien und Abmessungen digitale Zwillinge ihrer Ausstellungsräume einrichten können.

Die V-Ex Virtual Exhibitions-Plattform wurde von Anfang an als interaktive 3D-Umgebung für Online-Konferenzen und große Industrieausstellungen mit Hunderten von Ständen und Tausenden von Besuchern konzipiert und bietet im Wesentlichen das Besuchererlebnis einer realen Messe – ohne die vielen Nachteile, insbesondere die schlechte Ökobilanz.

Die virtuellen Messehallen und stände können genauso aussehen wie ihre realen Vorbilder und auch dieselben Exponate präsentieren. Fachmessen für Dienstleistungen, Produkte oder Software lassen sich sehr leicht in ein digitales Format übertragen.

Personalsuche, Dienstleistungen, Maschinen, Technik, Komponenten, Spielzeug, Flugzeuge, Züge und Autos funktionieren allesamt hervorragend – eine Herausforderung sind nur lebende Tiere und Arena-Events. Auch Seminare, Präsentationen und Konferenzen lassen sich ohne Weiteres realisieren, wobei Präsentationen vorab aufgezeichnet oder live gestreamt werden können.

Die aktuelle V-Ex-Anwendung ist bereits die 4. Generation, in die 10 Jahre Nutzererfahrung und Weiterentwicklung eingeflossen sind. V-Ex ermöglicht Messeveranstaltern den Vorstoß in die virtuelle Welt, wo sie ihren Ausstellern Gelegenheit zur Ansprache eines internationalen Zielpublikum geben können – 365 Tage im Jahr. Ein leistungsstarkes Content-Management-System und umfassende Analysefunktionen fördern dabei das Besucherengagement, liefern wichtiges Feedback und generieren qualifizierte Sales Leads in Echtzeit.

Weitere Informationen: www.V-Ex.com